Das Konzept der Komplexitäts- reduktion

Das Konzept der Komplexitätsreduktion

Das Bonebridge Konzept

Das Bonebridge Konzept beruht auf unserer Überzeugung, dass weniger oftmals mehr ist. All unsere Bemühungen gelten der Komplexitätsreduktion - ein Grundsatz welcher uns zwingt zu all jenen Projekten “Nein” zu sagen, die keinen oder nur minimalen Patientennutzen erkennen lassen.

bridge

Frakturbehandlung

Vor rund 50 Jahren waren die - von der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO/ASIF) in der Schweiz - entwickelten Implantate neu und bildeten die Grundlage für einen Paradigmenwechsel weg von der konservativen hin zur operativen Frakturbehandlung. Dies ebnete in den fünfziger und sechziger Jahren den Weg zu einer qualitativ besseren Patientenversorgung.

Heute wissen wir, dass Frakturen im Allgemeinen gut verheilen. Die Knochenheilung hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: der Patient und seine Begleiterkrankungen ebenso wie die Art der Fraktur und deren Lokalisation stehen dabei sicherlich im Vordergrund; die klinische Beurteilung, die Indikationsstellung und die technischen Fertigkeiten des Chirurgen kommen dann wohl an zweiter Stelle. Die Implantate selbst spielen zwar nach wie vor eine Rolle, es ist aber vielmehr deren einfache Anwendbarkeit, die heute im Vordergrund steht.

Innovation durch Komplexitätsreduktion

Verbesserungen an den sich bereits im Markt befindlichen und sehr leistungsfähigen Implantaten sehen wir auch heute noch - häufig sind diese Verbesserungen aber inkrementell.

Solange also kein, im engeren Sinne, disruptiver Ansatz die heutige Frakturbehandlung substanziell vereinfacht, die Reproduzierbarkeit verbessert, die Patientensicherheit erhöht und ganz grundsätzlich die heutige Frakturbehandlung mit Platten, Schrauben und Nägeln überflüssig macht; so lange sollten unsere Bemühungen darauf abzielen gleiche oder bessere klinische Leistungen unter optimalem Einsatz der vorhandenen Ressourcen zu erbringen.

Die enge Zusammenarbeit mit der Klinik ist für Bonebridge zentral und erlaubt uns nicht nur notwendige Verbesserungen von bestehenden Produkten rasch und konsequent umzusetzen, sondern auch in Kenntnis der klinischen Problemstellung neue Produkte zu entwickeln.

Das Konzept in der Praxis

ENTWICKLUNG

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Komplexitäts- reduktion in der Entwicklung

Um eine einfache und zielgerichtete Produktentwicklung zu ermöglichen arbeiten wir ausschliesslich in kleinen Entwicklergruppen. Wir suchen die Zusammenarbeit mit Chirurgen, die im jeweiligen Gebiet einen möglichst international anerkannten, klinischen und allenfalls auch akademischen Leistungsausweis haben. Wir sind der Auffassung, dass kleine Entwicklergruppen sich eher auf etwas Neues zu einigen vermögen als grössere Gruppen, welche primär einen breit abgestützten Konsens suchen. Die sehr enge Zusammenarbeit zwischen den chirurgischen Experten und unserem Entwicklerteam ist zentral um die Zeit von einer Produktidee zu einem marktfähigen Produkt möglichst kurz zu halten. Abhängig vom regulatorischen Umfeld streben wir die Marktzulassung innerhalb eines Jahres nach Projektstart an.

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IMPLANTATE

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Komplexitäts- reduktion auf Ebene der Implantate

Die Anzahl Stock Keeping Units (SKU’s) in der Traumatologie des Bewegungsapparates ist hoch. Am Markt findet sich eine zunehmend grosse Zahl von Implantaten inklusive jeweils verschiedener Varianten um auch äusserst seltene Frakturmuster noch spezifisch adressieren zu können. Dies wiederum ist eine Herausforderung für die Spitallogistik und generiert nicht unerhebliche Kosten. Bonebridge versucht die Anzahl Varianten eines bestimmten Implantates bewusst tief zu halten. Dies bedarf einer sorgfältigen Analyse und enger Zusammenarbeit mit der Klinik damit eine möglichst grosse Anzahl verschiedener Frakturmuster mit der kleinstmöglichen Anzahl an Implantaten zuverlässig versorgt werden kann. Dies ist ein zentrales Element unseres Konzeptes und muss auch so kommuniziert werden. Die Anwender unserer Produkte wissen, dass wir zwar nicht für jedes seltene Frakturmuster eine spezifische Lösung haben, wir uns aber trotzdem überlegt haben wie genau dieses Frakturmuster mit unseren Implantaten zuverlässig versorgt werden kann.

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OPERATIONSSAAL

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Komplexitäts- reduktion im Operationssaal

Die zur Implantation benötigten chirurgischen Instrumente sind in der Vergangenheit in ihrer Zahl gewachsen und dann auch per se zu einem Geschäftsmodell geworden. Während einige der sehr zahlreichen Instrumentarien für ganz spezifische Anwendungen durchaus zentral sind, sollen Bonebridge Instrumentarien so gestaltet sein, dass mit einem minimalen Instrumentarium möglichst viele Indikationen abgedeckt werden können. Dies erhöht die Effizienz der Instrumentarien, verringert die Fehlerquote und erlaubt eine steilere Lernkurve sowohl für angehend Chirurgen wie für auszubildendes OP Personal.

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AUSTAUSCH

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Komplexitäts- reduktion im Aus- tausch mit dem Unternehmen

Bonebridge ist ein ärztlich geführtes Unternehmen und ist nicht nur deshalb der Nähe zur Klinik verpflichtet. Der Austausch zwischen Klinikern und den Entscheidungsträgern des Unternehmens muss heute wie morgen so einfach und so direkt wie nur möglich funktionieren. Bonebridge ist als Unternehmen zugänglich und offen für jede konstruktive Kritik. Auch sind wir offen für jede gute Idee, die ein definiertes klinisches Problem adressieren will.

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DIE ELEMENTE UNSERES KONZEPTS

PLATTEN

Bonebridge Implantate sind der Einfachheit verpflichtet. Wir bieten ein Portfolio, welches die Versorgung der grossen Mehrheit aller Frakturen zuverlässig ermöglicht.

SCHRAUBEN

Bonebridge Schrauben bestehen aus Medizinalstahl und sind in zwei Durchmessern verfügbar (2.5mm und 3.5mm), um zusammen mit den jeweiligen Platten optimal eingesetzt werden zu können.

INSTRUMENTE

Bonebridge Instrumentarien sind optimiert, um dem Anwender genau das zu bieten, was nötig ist, um das jeweilige Implantat am Patienten zu verwenden - aber nicht mehr.